In der Halloween-Nacht 2026 sind die Demonstrationen der Initiative „Gen Z regelt“ in mehreren deutschen Großstädten in Gewalt umgeschlagen. Am Nachmittag des 31. Oktober gingen nach Angaben der Veranstalter mehr als 100.000 junge Menschen in über 30 Städten gegen die Wehrpflicht, für mehr Geld in der Bildung und gegen steigende Lebenshaltungskosten auf die Straße. Am Abend plünderten Randalierer auf der Frankfurter Zeil Geschäfte und griffen ein Waffengeschäft an, in Hamburg brannten Barrikaden, an der Kölner Domplatte stellte die Polizei Molotowcocktails sicher, in Berlin flogen Steine und Böller auf Beamte. Die Polizei meldet rund 200 Festnahmen und Ingewahrsamnahmen und mindestens 45 verletzte Einsatzkräfte. Ich sage es offen: Diese Nacht war absehbar, und sie ist ein Weckruf, den diesmal niemand überhören darf.
Stand: 1. November 2026, 14 Uhr. Die Zahlen der Polizei sind vorläufig, ich ziehe sie nach.
Mehr zum Thema: Politik & Gesellschaft, mit Grundlagen, Praxis und allen Artikeln an einer Stelle.
Gen-Z-Krawalle an Halloween: Das Wichtigste in Kürze
- 31. Oktober 2026: „Gen Z regelt“ ruft in mehr als 30 Städten zu Protesten auf, laut Veranstaltern kommen über 100.000 Menschen, am Nachmittag bleibt es weitgehend friedlich.
- Rund 200 Festnahmen: Hamburg über 120, Berlin bis zu 56, Frankfurt mehr als 30, Köln 5, Hanau 4, dazu über 700 Identitätsfeststellungen allein in Köln.
- Mindestens 45 verletzte Polizisten bundesweit, davon 27 in Berlin und 11 in Hamburg.
- 2 Waffen stellte die Polizei nach dem Angriff auf ein Frankfurter Waffengeschäft sicher, wie viele fehlen, ist bis Sonntagmittag offen.
- Über 2.300 Einsatzkräfte allein in Hamburg (1.300) und Frankfurt (über 1.000), mit Wasserwerfern, SEK und Hubschrauber.
- 20. November 2026: Die Initiative will sich an europaweiten Protesten beteiligen, das Bündnis ruft zu einem internationalen Jugendstreiktag auf.
Was in der Halloween-Nacht in den Gen-Z-Städten passiert ist
Die Bilder ähneln sich von Stadt zu Stadt: Am Nachmittag Plakate, Musik und Reden, am Abend vermummte Gruppen, Pyrotechnik, Flaschen und Steine. Bundesweit wurden nach einer Zählung der Gießener Allgemeinen mindestens 45 Einsatzkräfte verletzt. Die Gewerkschaft der Polizei fasst es so zusammen: Die eigentlichen Proteste seien sehr friedlich gewesen, nach ihrem Ende habe sich die Lage in einigen Städten zugespitzt. Genau dieses „danach“ ist das Problem. Für die Ladenbesitzerin auf der Zeil macht es keinen Unterschied, ob der Stein eine Stunde nach dem offiziellen Ende fliegt.

Frankfurt am Main: Plünderungen auf der Zeil und ein Waffengeschäft
Am schwersten traf es Frankfurt. Nach Angaben der Polizei drangen Randalierer am Samstagabend in Geschäfte auf der Zeil ein, ein Schuhgeschäft und eine Parfümerie wurden geplündert, Schaufenster gingen zu Bruch. Auf Einsatzkräfte flogen Molotowcocktails. Randalierer drangen auch in ein Waffenfachgeschäft ein, dort nahm die Polizei mehrere Personen fest und stellte zwei Waffen sicher. Die Zeil wurde abgeriegelt, ein SEK rückte an, erst gegen 3 Uhr beruhigte sich die Lage. Am Sonntagmorgen meldete die Polizei mehr als 30 vorläufige Festnahmen und „erhebliche“ Schäden, beziffern konnte sie diese noch nicht. In Hanau wurden laut der Polizeibilanz vier Minderjährige mit mutmaßlichem Diebesgut aus Frankfurt gefasst.
Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) sprach von einer „verheerenden Verbindung von Linksextremisten und gewalttätigen jungen Menschen“ und bezifferte die Gruppe der Gewalttäter auf rund 100 Personen. Ministerpräsident Boris Rhein (CDU): Wer sich so verhalte, „stellt sich außerhalb unserer Gesellschaft“. Jost Wiebelhaus vom Frankfurter Laufshop, dessen Scheiben zerschlagen wurden, sagte im Liveblog von zdfheute, man sei „alle überrascht worden“. Im Laufshop blieb es beim Sachschaden.
Wie es sich in der Nacht angefühlt hat, zeigen Clips, die Zehntausende gesehen haben. Das Konto @osna_tv hat eine Gruppe Jugendlicher vor einem Geschäft gefilmt, 21.000 Likes und über 4.300 Kommentare. BYC-News war mit der Polizei Hessen unterwegs, 12.000 Likes. 5VISION zeigt die abgeriegelte Zeil.
Hamburg: Brennende Barrikaden am Hauptbahnhof
In Hamburg demonstrierten laut Polizei in der Spitze rund 6.700 Menschen am Jungfernstieg, überwiegend friedlich. Danach rissen Vermummte am Steindamm und nahe dem Hauptbahnhof Baustellenabsperrungen aus der Verankerung und zündeten sie an, die Polizei löschte mit dem Wasserwerfer. Im Stadtteil Dulsberg brannten knapp zehn Autos. Über 120 Menschen wurden festgenommen oder in Gewahrsam genommen, darunter laut Bild ein 13-Jähriger, der einen Polenböller auf Polizisten geworfen haben soll. Elf Beamte wurden verletzt. Die Hamburger Polizei war mit 1.300 Kräften im Einsatz.
Köln: Molotowcocktails an der Domplatte
In Köln hatte die Stadt den Aufzug kurzfristig untersagt. Auf der Domplatte nahe dem Hauptbahnhof flogen trotzdem Flaschen und Fahrräder auf Polizisten, ein E-Scooter zerschlug eine Fensterscheibe, die Polizei setzte Wasserwerfer ein. Bei Vermummten stellte sie Molotowcocktails und Nothämmer sicher, Polizeipräsident Johannes Hermanns verteidigte die Untersagung des Aufzugs. Es gab fünf Ingewahrsamnahmen und über 700 Identitätsfeststellungen. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) nannte die Gewalt laut zdfheute „durch nichts zu rechtfertigen“.
Berlin, Stuttgart und die übrigen Städte
In Berlin zählte die Polizei am Brandenburger Tor rund 5.000 Teilnehmer, die Veranstalter sprachen von 10.000 bis 11.000. Am Abend flogen bei einem Zug ab dem Rosenthaler Platz Eier, Flaschen, Böller und Steine, eine Straßenbahn wurde beschädigt. Die Polizei beendete den Zug vorzeitig, 27 Beamte wurden leicht verletzt, bis zu 56 Menschen vorübergehend festgenommen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) besuchte laut Bild die Einsatzkräfte kurz vor Mitternacht am Hackeschen Markt.
In Stuttgart zählte die Polizei rund 50 Straftaten und fünf leicht verletzte Beamte, der Zug musste mehrfach gestoppt werden, weil Teilnehmer die Route verließen und Böller zündeten. In Hannover und Bremen brannten laut dpa Barrikaden und Container. Weitgehend friedlich blieb es in München mit rund 5.000 Teilnehmern, in Mannheim mit rund 2.000, in Düsseldorf mit rund 2.500, wo die Polizei trotzdem eine Kugelbombe, Böller und ein Messer sicherstellte, in Leipzig mit rund 7.000 und in Dresden mit rund 3.000.

Am Sonntagmorgen fegten die Stadtreinigung und Ladenbesitzer die Scherben zusammen. Unter manchen Videos lese ich dazu Kommentare wie „ist doch gar nicht so viel kaputtgegangen“ oder „Bauzäune fliegen doch immer“. Wer so schreibt, hat nie eine Ladenmiete bezahlt. Und wer am Morgen danach mit dem Besen kommt, verdient mehr Respekt als jeder, der die Nacht vorher gefilmt hat.
Gen Z regelt: Wer hinter den Demos steht und was sie fordern
„Gen Z regelt“ ist keine gewachsene Organisation, sondern ein Aufruf, der sich in wenigen Wochen über Social Media verbreitet hat. Laut taz besteht das Orgateam aus rund 30 Personen zwischen 18 und 28 Jahren, die sich vorher nicht kannten. Im Impressum der Website steht ein 18-jähriger Abiturient, Akram Selo, der die Seite nach eigenen Angaben teils mit KI aufgesetzt hat. Die angekündigten Teilnehmer stiegen dort binnen einer Woche von unter 10.000 auf über 140.000. Von damals 24 geplanten Demos betreute die Initiative fünf selbst, für die übrigen suchte sie noch Organisatoren und Ordner. Wer die Initiative finanziert, ist öffentlich nicht bekannt.
Die Forderungen sind breit: keine Kürzungen bei der Bildung, keine Wehrpflicht, Entlastung bei den Lebenshaltungskosten, mehr Klimaschutz, kein Ausbau staatlicher Überwachung, mehr Geld für Suchthilfe und Psychotherapie. Viele davon kann man diskutieren, über Bildung sogar dringend. Unterstützt wurden die Proteste von Linksjugend [solid] und Grüner Jugend, Fridays for Future erklärte sich auf Instagram „solidarisch an der Seite junger Menschen, die heute friedlich“ demonstrieren. Die Bundesschülerkonferenz teilte die Forderungen, distanzierte sich aber, weil ihr die Strukturen zu undurchsichtig waren. Die taz berichtet zudem von Hinweisen auf Gruppen wie den Kommunistischen Aufbau im Umfeld, was die Initiative bestreitet.
Zum Vergleich, wie eine eingespielte Bewegung aufgestellt ist: Fridays for Future Deutschland ist mit einem Eintrag im Lobbyregister des Bundestags registriert und finanziert sich nach eigenen Angaben überwiegend aus Kleinspenden. Bei „Gen Z regelt“ sind laut taz bislang keine etablierten Geldgeber erkennbar, eine Offenlegung gibt es nicht. Für eine Initiative, die über 100.000 Menschen auf die Straße holt, ist das zu wenig.
Nach der Nacht schreibt die Initiative: „Gewalt war und ist niemals Teil unserer Bewegung.“ Ein Sprecher sagte der dpa, auf das, was nach dem Ende der Kundgebungen passiert sei, habe man keinen Einfluss gehabt. Das mag formal stimmen. Aber wer Zehntausende an Halloween in die Innenstädte ruft, ohne die meisten Demos selbst zu betreuen, trägt Verantwortung für den Rahmen, den er schafft.
Die Gen-Z-Krawalle waren absehbar
Niemand kann sagen, er sei überrascht worden. Die Warnzeichen lagen Tage vorher offen:
- Der Pressesprecher ging. Mitorganisator Gianni Matheja, 21, legte sein Amt laut taz nach einem Tag nieder und stieg aus. Begründung laut oe24: In internen Gruppen tauchten immer wieder Aufrufe zu Gewalt auf, ein friedlicher Rahmen sei nicht mehr abgesichert.
- Der Verfassungsschutz warnte. Linksextremisten könnten die Proteste nutzen, um legitime Debatten zu beeinflussen, sagte ein Sprecher dem Handelsblatt, auch Gruppen aus dem auslandsbezogenen Extremismus mobilisierten. Das Bundesinnenministerium sah dagegen „vorerst keine konkreten Aufrufe zu Gewalt“.
- Die Händler verbarrikadierten. Am Kurfürstendamm verkleideten Tiffany, Prada und Gucci schon am Freitag ihre Schaufenster mit Pressspanplatten, Chanel sogar die Werbeschilder auf dem Gehweg. Eine Prada-Mitarbeiterin: „Wir gehen vom Schlimmsten aus.“ Polizei und Handelsverband rieten davon ab.
- Halloween und Vermummung. Der hessenschau beschrieb vorab, wie Halloween-Kostüme die Polizei vor Probleme stellen: Wer an diesem Tag eine Maske trägt, fällt nicht auf.
- Aufrufe im Netz. Der Strafrechtler Nils Genten warnte am Halloween-Tag auf Instagram, in sozialen Netzwerken werde für die Nacht zu Krawallen aufgerufen, und erklärte, warum ein angezündeter Müllcontainer an der Hauswand schnell ein versuchter Mord ist.
Die Demos mussten nicht an Halloween stattfinden. An einem Samstagabend, der in neun Bundesländern als Reformationstag selbst Feiertag war, an dem Masken normal sind und Jugendliche ohnehin in Gruppen unterwegs sind, waren die Bilder des Abends eingepreist. Wer das als Veranstalter in Kauf nimmt, darf sich über die Bilder nicht beschweren.
Wer randaliert hat: Was Dobrindt, Poseck und die Polizei sagen
Hier will ich nicht drumherum reden, weil es auch die Verantwortlichen nicht tun. Bundesinnenminister Dobrindt sagte der Bild, „gewaltbereite linke Gruppen und Chaoten aus dem migrantischen Milieu“ hätten die friedlichen Demonstrationen gekapert. Hessens Innenminister Poseck spricht von Linksextremisten und gewaltorientierten jungen Menschen. Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Jochen Kopelke, hatte schon vorher in der Bild vor „Krawallmigranten“ gewarnt, die sich unter die Schülerproteste mischen würden, und dafür viel Kritik bekommen. Wer die Videos der Nacht anschaut, sieht vermummte Jugendliche, viele sehr jung. Wer genau dabei war, müssen die Ermittlungen zeigen, deshalb frage ich weiter unten danach. Offen zu benennen, was die Verantwortlichen selbst sagen, ist keine Hetze, sondern die Voraussetzung dafür, das Problem zu lösen.
Die Zahlen dazu: In der Polizeilichen Kriminalstatistik 2025 sind 42,9 Prozent der Tatverdächtigen bei Gewaltkriminalität Nichtdeutsche, bei einem Bevölkerungsanteil, der weit darunter liegt. Die Gewaltkriminalität insgesamt sank 2025 leicht auf 212.335 Fälle, die Zahl der tatverdächtigen Kinder unter 14 bei Gewaltkriminalität stieg dagegen um 3,3 Prozent auf 14.235. Wichtig für jede Debatte: Die Statistik erfasst die Staatsangehörigkeit und bei Ausländern den Aufenthaltsstatus, einen Migrationshintergrund deutscher Staatsbürger erfasst sie nicht. Wer wissen will, wer in dieser Nacht wirklich auf der Straße stand, muss deshalb nach den Ermittlungen fragen, nicht nur nach der Statistik. Genau das tue ich weiter unten.

Poseck spricht von Linksextremisten, Dobrindt zusätzlich vom migrantischen Milieu. Wenn beides zutrifft, haben sich in dieser Nacht Gewalttäter aus zwei Richtungen gefunden, die mit diesem Land wenig anfangen können. „Diese zerstörerische Wut gegen das Land, in dem man lebt, ist mir unerklärlich“, sagte CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann in der Nacht. Mir ist sie nicht unerklärlich. Sie ist das Ergebnis von Jahren, in denen Regeln nicht durchgesetzt wurden.
Versammlungsrecht: Hätte man die Gen-Z-Demos verbieten können?
Kurz gesagt: Ein Verbot vorab war rechtlich schwer, Auflagen waren möglich, und nach dieser Nacht sieht es für den 20. November anders aus. Artikel 8 Grundgesetz schützt das Recht, sich friedlich und ohne Waffen zu versammeln. Seit dem Brokdorf-Beschluss des Bundesverfassungsgerichts von 1985 gilt: Ein Verbot verlangt konkrete Tatsachen für eine unmittelbare Gefahr, allgemeine Befürchtungen reichen nicht, und gewalttätige Einzelne nehmen der friedlichen Mehrheit ihr Recht nicht weg. Das Versammlungsrecht ist Ländersache, wo ein Land kein eigenes Gesetz hat, gilt das Versammlungsgesetz des Bundes, und alle folgen diesem Maßstab.
Was Behörden vorher tun dürfen, haben einige Städte genutzt: Stuttgart führte den Zug an der engeren Innenstadt vorbei, Köln untersagte den Aufzug kurzfristig. Möglich sind Routenauflagen, ein klares Vermummungsverbot, Glas- und Böllerverbote per Allgemeinverfügung, Gefährderansprachen und Teilnahmeverbote für bekannte Gewalttäter. Ein Vereinsverbot nach dem Vereinsgesetz setzt voraus, dass Zweck oder Tätigkeit einer Vereinigung Strafgesetzen zuwiderlaufen. Für die lose Initiative fehlt dafür heute die Grundlage.
Meine Frage an die Versammlungsbehörden ist trotzdem eine andere: Wie viele Nächte wie diese braucht es, bis die konkreten Tatsachen reichen? Muss erst ein Polizist sterben? Nach dem 31. Oktober liegen Molotowcocktails, Nothämmer, ein angegriffenes Waffengeschäft und Gewaltaufrufe in internen Gruppen auf dem Tisch. Wer für den 20. November ohne strenge Auflagen genehmigt, kann sich nicht mehr auf Unwissen berufen.
Was den Tätern droht: Jugendstrafrecht und Landfriedensbruch
Viele Täter waren Jugendliche, und das ändert die Rechnung erheblich. Kinder unter 14 sind nach § 19 StGB schuldunfähig, der 13-Jährige aus Hamburg wird also nicht bestraft. Für 14- bis 17-Jährige gilt das Jugendgerichtsgesetz, bei 18- bis 20-Jährigen entscheidet das Gericht, ob Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht greift. Im Jugendstrafrecht steht die Erziehung im Vordergrund: Weisungen, Arbeitsstunden, Jugendarrest bis vier Wochen. Jugendstrafe gibt es erst bei schädlichen Neigungen oder schwerer Schuld, sie beträgt nach § 18 JGG sechs Monate bis fünf Jahre, bei schwersten Verbrechen bis zehn Jahre.
| Tat | Vorschrift | Strafrahmen Erwachsene |
|---|---|---|
| Landfriedensbruch | § 125 StGB | bis 3 Jahre oder Geldstrafe |
| Besonders schwerer Landfriedensbruch, etwa mit Waffe, Plünderung oder erheblichem Sachschaden | § 125a StGB | 6 Monate bis 10 Jahre |
| Tätlicher Angriff auf Polizisten | § 114 StGB | 3 Monate bis 5 Jahre |
| Besonders schwerer Diebstahl, etwa Einbruch in ein Geschäft | § 243 StGB | 3 Monate bis 10 Jahre |
| Brandstiftung an Autos | § 306 StGB | 1 bis 10 Jahre |
| Angezündete Absperrungen und Container, eingeschlagene Scheiben | § 303 StGB | bis 2 Jahre oder Geldstrafe |
Auf dem Papier ist das hart. In der Praxis vergehen bis zum Urteil oft viele Monate, und viele Verfahren gegen Jugendliche enden mit Auflagen. Das Jugendgerichtsgesetz kennt mit dem vereinfachten Jugendverfahren einen schnellen Weg, das beschleunigte Verfahren der Erwachsenen gilt für Jugendliche nicht. Eltern haften zivilrechtlich nach § 832 BGB für Schäden, wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben, und Ladenbesitzer können Täter auf Schadenersatz verklagen, sobald sie ermittelt sind.
Für Täter ohne deutschen Pass gibt es eine Konsequenz, über die erstaunlich wenig gesprochen wird: Nach § 54 Aufenthaltsgesetz besteht ein besonders schwerwiegendes Ausweisungsinteresse, wenn jemand wegen Landfriedensbruchs nach § 125 oder § 125a StGB zu mindestens einem Jahr verurteilt wird, bei Taten mit Waffe schon ab sechs Monaten. Das Gesetz gibt es. Es muss angewendet werden. Meine Forderung: Verfahren gegen Randalierer in Wochen statt in Jahren, Jugendarrest dort, wo er hingehört, und konsequente Ausweisung, wo das Gesetz sie erlaubt.
Wer zahlt? Unternehmer, Versicherung und Kosten des Polizeieinsatzes
Die Rechnung für diese Nacht landet zuerst bei denen, die nichts dafür können. Ich kenne das aus dem eigenen Unternehmerleben: Miete, Personal, Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer laufen weiter, egal was draußen passiert. Wer an der Zeil oder am Ku'damm einen Laden hat, zahlte diesmal zusätzlich für Spanplatten, Handwerker, Sicherheitsdienste, vorzeitig geschlossene Stunden und Nächte, in denen der Inhaber selbst im Laden saß.
Ob eine Versicherung zahlt, hängt am Kleingedruckten. In vielen Geschäftsinhaltsversicherungen sind Schäden durch innere Unruhen nur über einen Zusatzbaustein versichert, oft unter dem Namen Extended Coverage. Plünderungen im Zuge innerer Unruhen sind in vielen Einbruchdiebstahl-Bedingungen ausdrücklich ausgeschlossen und dann nur über diesen Baustein versichert. Die Kosten für vorbeugende Barrikaden und den Wachdienst trägt der Händler in aller Regel selbst. Wer betroffen ist, sollte den Schaden sofort melden, alles fotografieren und die Police auf die Klausel „Innere Unruhen“ prüfen. Das ist keine Rechtsberatung.
Der Staat haftet in Deutschland für solche Schäden grundsätzlich nicht. Frankreich ist hier weiter: Dort haftet der Staat nach Artikel L211-10 des Gesetzbuchs für innere Sicherheit für Schäden, die durch Zusammenrottungen entstehen. Bei uns bleibt der Unternehmer allein, wie schon in der Pandemie, als viele Soforthilfen später zurückgefordert wurden. Gleichzeitig wird über neue Abgaben diskutiert, von einer Zuckersteuer bis zu höheren Tabaksteuern. Der Mittelstand finanziert diesen Staat. Er darf erwarten, dass dieser Staat ihn schützt.
Und die Polizei? Allein Hamburg und Frankfurt hatten zusammen mehr als 2.300 Einsatzkräfte im Dienst, dazu Wasserwerfer, Räumfahrzeuge, SEK und Hubschrauber. Was diese Nacht bundesweit gekostet hat, hat bisher niemand beziffert. Dass man Kosten weiterreichen kann, zeigt Bremen: Das Land stellt der Deutschen Fußball Liga die Mehrkosten von Polizeieinsätzen bei Hochrisikospielen in Rechnung, das Bundesverfassungsgericht hat das im Januar 2025 bestätigt. Warum sollten verurteilte Randalierer nicht ebenso für ihren Einsatz zahlen?
Deutschland und Frankreich: Wie nah sind wir an Pariser Verhältnissen?
Noch ein Stück entfernt, aber der Abstand wird kleiner. In Frankreich gingen am selben Samstag laut Innenministerium 320.000 Menschen gegen hohe Lebenshaltungskosten auf die Straße, davon 70.000 in Paris, das Ministerium meldete 565 Festnahmen, in Teilen von Paris galten nächtliche Ausgangssperren. Eine Woche davor zählte das Ministerium 1.314 Festnahmen und 53 verletzte Polizisten, am Wochenende davor 1.522 geplünderte Läden, 2.025 Brandstiftungen und 1.144 verletzte Beamte. Frankreich setzte 70.000 Sicherheitskräfte ein.

Dobrindt sagt, die Polizei habe „Gewaltexzesse wie in Paris“ verhindert, und für diese Nacht stimmt das. Die Polizei hat einen starken Job gemacht, sie war vorbereitet und hat mit vielen kleinen Gruppen gleichzeitig zu tun gehabt. Mein Dank geht an jede Beamtin und jeden Beamten, die in dieser Nacht Flaschen und Böller abbekommen haben. Aber Frankreich zeigt, was passiert, wenn aus einer Nacht eine Serie wird. Die Initiative nennt den 31. Oktober selbst „nur den ersten Schritt“.
Neubauer, Bohlen und die Stille nach den Krawallen
Zwei der reichweitenstärksten Stimmen haben sich am Halloween-Tag hinter die Proteste gestellt. Dieter Bohlen postete auf Instagram „Es ist richtig wenn euch der Kragen platzt“, 49.000 Likes. Luisa Neubauer schrieb unter ihr Reel „Junge Leute organisieren sich und Deutschland geht Crashout“, 23.000 Likes. Crashout ist Jugendsprache für einen Kontrollverlust. Gemeint haben beide sicher den friedlichen Protest. Aber Worte wirken, und einen Kontrollverlust gab es dann in Frankfurt, Hamburg und Köln.
Was mich daran stört, ist nicht der Beitrag davor. Es ist die Stille danach. In ihren Instagram-Beiträgen fand sich bis Sonntag, 13:50 Uhr, kein Wort zu den Plünderungen, den Molotowcocktails und den verletzten Polizisten. Eine Stellungnahme des Bundeskanzlers habe ich bis dahin ebenfalls nicht gefunden. Wer vorher anfeuert, muss nachher einordnen. Reichweite ist nicht die Währung, auf die es ankommt. Es sind Courage und Anstand: der Satz, dass man Gewalt nicht nur ablehnt, wenn es passt, sondern auch dann, wenn die eigene Zielgruppe dabei war.
Und noch etwas sage ich als jemand, der Unternehmen aufgebaut hat: Bildung, Klimaschutz und Sozialleistungen kosten Geld, und dieses Geld muss erst verdient werden. Wer mehr für alles fordert, aber Leistung als Zumutung empfindet, hat die Reihenfolge nicht verstanden. Das gilt nicht für eine ganze Generation. Ich erlebe viele junge Menschen, die anpacken. Aber aus dieser Generation muss jetzt auch eine Gegenbewegung kommen, die sagt: Nicht in unserem Namen.
Selbstschutz statt Staatsvertrauen: Waffenscheine, Kampfsport, Auswandern
Die Menschen ziehen ihre eigenen Schlüsse. Ende 2025 waren laut Bundesverwaltungsamt mehr als 900.000 Kleine Waffenscheine im Nationalen Waffenregister gespeichert, ein Höchststand und über 20 Prozent mehr als 2021. Der Kleine Waffenschein erlaubt das Führen von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen. In der Google-Suche wurde „kleiner Waffenschein“ im Januar 2026 rund 14.800-mal gesucht, 17 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, im September 2026 sogar zwei Drittel mehr als im Vorjahresmonat. „Auswandern“ und „Selbstverteidigung“ werden konstant jeweils sieben- bis achttausendmal im Monat gesucht. Der Influencer Maverick ruft auf Instagram dazu auf, sich „JETZT zu verteidigen“, 14.000 Likes.
Ich habe als Jugendlicher Judo gemacht, später Kickboxen und andere Kampfsportarten. Ich kann jedem Elternteil nur empfehlen, Kinder heute früh in einen guten Verein zu schicken. Nicht, um zuzuschlagen, sondern um Selbstvertrauen, Disziplin und die Fähigkeit zu lernen, einer Situation aus dem Weg zu gehen. Viele Geschäftsfreunde mit Kindern im Schulalter erzählen mir von Mobbing, Bedrohungen auf dem Schulweg und Gewalt auf dem Pausenhof. Und wer Politikern sagt, das Geschehen auf der Straße sei nicht repräsentativ für unsere Schulen, sollte einmal einen Vormittag in einer Brennpunktschule verbringen.
Klar ist aber auch: Das Gewaltmonopol liegt beim Staat. Notwehr nach § 32 StGB erlaubt die erforderliche Verteidigung gegen einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff, nicht mehr. Selbstschutz ist Vorsorge, keine Selbstjustiz. Dass so viele Menschen sich heute fragen, ob der Staat sie noch schützt, ist der eigentliche Befund. Ich verstehe jeden, der über das Auswandern nachdenkt, und habe darüber geschrieben, was das für Unternehmer beim Auswandern bedeutet. Ich selbst bin seit zehn Jahren in der Kryptowelt aktiv und dezentral aufgestellt. Dass ich noch hier bin, hat vor allem mit meiner Familie zu tun und mit der Hoffnung, dieses Land mit zu stabilisieren.
Der Algorithmus als Brandbeschleuniger: Mein Selbsttest auf Instagram
Für diesen Artikel habe ich mir die Nacht auf Instagram angesehen, Video für Video. Nach wenigen Klicks und Kommentaren hat der Algorithmus mir immer mehr davon gezeigt: erst Krawallvideos, dann wütende Kommentare, dann Influencer aus der rechten Szene mit Sätzen wie „Wir holen uns die Heimat zurück“, dazu Beiträge wie der über einen Aushang, nach dem eine Kita ihren St.-Martins-Umzug aus Rücksicht auf andere Religionen absagt. Von welcher Kita er stammt, steht nicht im Beitrag, geteilt wurde er trotzdem tausendfach. Wie dieser Mechanismus funktioniert, habe ich im Beitrag über Social-Media-Algorithmen und Radikalisierung beschrieben.
Das ist die zweite Gefahr dieser Nacht. Wer verstehen will, was in den Städten passiert ist, landet schnell in einem Loch, das ihn radikalisiert, egal in welchem Alter. Mit 40 kann ich das reflektieren. Ein 16-Jähriger kann es oft nicht. Dann steht man nicht mehr auf der Seite dessen, der etwas zerstört, sondern auf der Seite dessen, der den anderen zerstören will. Beides ist falsch.
Wir werden in zwei Lager gedrängt: links oder rechts, Migrant oder „Bio-Deutscher“, rot oder blau. Die Mitte, die Sachprobleme löst, findet kaum noch statt, auch weil sie seit Jahren zu wenig liefert. Viele Jugendliche haben keine Politiker, die sie respektieren, und keine Hoffnung, dass sich etwas ändert. So entsteht ein Pulverfass. Die Frage ist nicht mehr, ob es explodiert, sondern wie oft noch und wie groß es noch wird. Mehr dazu in meinem Beitrag über die politische Mitte und die Brandmauer.
Warum unabhängige Stimmen auf Instagram und X angewiesen sind
Ein Wort zu den Bildern in diesem Beitrag. Die großen Medien haben in dieser Nacht starke Fotos gezeigt. Am Sonntagmorgen titelte die Bild-Zeitung „Der Morgen nach der Nacht der Schande“. Will man so etwas an einem Sonntag beim Kaffee lesen? Nein. Muss man sich damit auseinandersetzen? Ja.

Die Fotos dahinter stammen meist von Agenturen wie der dpa, und die gehören ihr. Große Verlage zahlen dafür Lizenzen, ein unabhängiger Autor müsste jedes Bild einzeln teuer kaufen, nur um die Lage in Deutschland zu zeigen. Ich selbst wurde in einem anderen Zusammenhang schon einmal von der dpa abgemahnt und habe einen dreistelligen Betrag bezahlt. Deshalb binde ich hier Videos von Instagram ein, mit Namen der Urheber und Link zum Original. Auch das gehört zur Wahrheit: Wer nicht in allen Städten zugleich sein kann und sich trotzdem ein eigenes Bild machen will, ist auf Instagram und X angewiesen, mit allen Risiken, die ich oben beschrieben habe.
Zehn Fragen an Innenminister, Ausschüsse und Polizeipräsidien
Verurteilen allein reicht nicht. Ich stelle den Verantwortlichen deshalb konkrete Fragen: dem Innenausschuss des Bundestags, dem Bundesinnenministerium, den Innenausschüssen der Landtage in Hessen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Berlin, den Polizeipräsidien in Frankfurt, Hamburg, Köln und Berlin sowie den innenpolitischen Sprechern aller Fraktionen. Die Antworten veröffentliche ich hier, auch wenn keine kommt.
- Wie viele Einsatzkräfte waren am 31. Oktober bundesweit im Einsatz, und was hat der Einsatz einschließlich Bundespolizei und Unterstützung aus anderen Ländern gekostet?
- Wie viele Einsatzfahrzeuge wurden beschädigt oder zerstört, und wie hoch ist der Sachschaden an öffentlicher Infrastruktur, etwa an Straßenbahnen, Ampeln und Blitzern?
- Wie hoch ist der Schaden bei Händlern und Gastronomen, und gibt es Unterstützung für Betroffene, auch für die Kosten der Vorsorge?
- Wie viele Waffen fehlen nach dem Angriff auf das Frankfurter Waffengeschäft, und wie viele sind sichergestellt?
- Wie verteilen sich die Festgenommenen nach Alter, Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsstatus, und wie viele waren bereits polizeibekannt?
- Wie viele Ermittlungsverfahren laufen wegen Landfriedensbruchs nach § 125 und § 125a StGB, und in wie vielen wird das vereinfachte Jugendverfahren genutzt?
- In wie vielen Fällen prüfen die Ausländerbehörden eine Ausweisung nach § 54 Aufenthaltsgesetz?
- Welche Erkenntnisse lagen Verfassungsschutz und Polizei vor dem 31. Oktober zu Gewaltaufrufen vor, und warum führten sie nicht zu strengeren Auflagen?
- Welche Auflagen, Routen und Verbote sind für die angekündigten Proteste am 20. November geplant?
- Prüfen die Länder, Kosten von Polizeieinsätzen an verurteilte Gewalttäter weiterzugeben?
Meine Haltung als Gründer aus Hamburg
Ich bin in Hamburg aufgewachsen, auch in Gegenden, die man heute Problemviertel nennt. Ich habe viele Freunde mit ausländischen Wurzeln, und Ärger gab es auch damals. Aber es gab Grenzen: Wer am Boden lag, auf den trat man nicht ein, und vieles wurde noch im Gespräch geklärt. Heute sehe ich Videos, in denen Schüler auf am Boden Liegende eintreten, und eine Nacht, in der Kinder Böller auf Polizisten werfen. Da hat sich etwas verschoben, und das hat nicht nur mit Corona zu tun.
Ich war vor kurzem in China, und über die Sicherheit dort habe ich auf LinkedIn ausführlich geschrieben. Ich will keine chinesischen Verhältnisse. Aber wer dort plündert, steht am nächsten Tag vor einem Richter. Bei uns heißt es nach jeder solchen Nacht, man werde „mit aller Härte“ vorgehen, und Monate später spricht niemand mehr darüber. Das kann man den Menschen nicht mehr erklären. Zu viele Gesetze, Verordnungen und Zuständigkeiten heben sich gegenseitig auf. Wir brauchen nicht noch ein Gremium, sondern einen Rückschnitt und eine Durchsetzung, die man sieht.
Und dann sage ich etwas, das manchen nicht gefallen wird. Ich verstehe inzwischen jeden, der aus Frust anders wählt. Die AfD ist für mich nicht die beste Antwort. Aber wenn Union und SPD die Probleme nicht lösen und auf jede Kritik nur mit dem Verweis auf die Brandmauer antworten, treiben sie die Menschen genau dorthin. Wir sind nicht mehr im Wahlkampf und nicht im Tuschkasten mit Rot, Schwarz und Blau. Wir sind in der Realität, und die Realität verlangt Änderungen innerhalb von Wochen, nicht von Jahren. Was Unternehmer von der Politik erwarten, habe ich in meinem Beitrag über Unternehmer und Politik zusammengefasst, warum so viele unzufrieden mit der Politik sind, steht dort ebenfalls.
Wenn ich mit Geschäftspartnern im Ausland spreche, fragen sie mich, warum wir Deutschen uns das gefallen lassen. Meine Antwort nach dieser Nacht: Wir lassen es uns nicht mehr gefallen. Nicht mit Gewalt und nicht mit Hass, sondern mit klaren Fragen, klaren Forderungen und einer Stimme, die nicht mehr schweigt. Weitere Beiträge zu Politik und Gesellschaft findet ihr auf meinem Blog. Schreibt mir gern, wie ihr die Nacht erlebt habt, ich antworte auf jede Nachricht.
Häufige Fragen zu den Gen-Z-Krawallen
Was ist „Gen Z regelt“?
Eine Protestinitiative, die sich im Oktober 2026 über Social Media gebildet hat. Das Orgateam besteht aus rund 30 Menschen zwischen 18 und 28 Jahren. Gefordert werden mehr Geld für Bildung, keine Wehrpflicht, Entlastung bei den Lebenshaltungskosten und mehr Klimaschutz. Am 31. Oktober 2026 rief sie in über 30 Städten zu Demos auf.
In welchen Städten gab es Krawalle nach den Gen-Z-Demos?
Schwere Ausschreitungen gab es in Frankfurt am Main, Hamburg, Köln und Berlin, Zwischenfälle in Stuttgart, Hannover, Bremen und Hanau. Weitgehend friedlich blieben unter anderem München, Mannheim, Düsseldorf, Leipzig und Dresden.
Wie viele Festnahmen gab es an Halloween 2026?
Nach vorläufigen Angaben der Polizei rund 200 Festnahmen und Ingewahrsamnahmen: Hamburg über 120, Berlin bis zu 56, Frankfurt mehr als 30, Köln 5 und Hanau 4. Bundesweit wurden mindestens 45 Polizisten verletzt.
Was droht Jugendlichen bei Landfriedensbruch?
Unter 14-Jährige sind schuldunfähig. Für 14- bis 17-Jährige gilt das Jugendgerichtsgesetz mit Weisungen, Arbeitsstunden, Jugendarrest bis vier Wochen oder Jugendstrafe von sechs Monaten bis fünf Jahren. Erwachsenen drohen bei besonders schwerem Landfriedensbruch, etwa mit Plünderung, sechs Monate bis zehn Jahre.
Hätte man die Gen-Z-Demos verbieten können?
Ein Verbot verlangt nach dem Brokdorf-Beschluss konkrete Tatsachen für eine unmittelbare Gefahr. Möglich waren Auflagen wie Routenänderungen, Vermummungs- und Glasverbote, wie sie Stuttgart und Köln genutzt haben. Nach den Ereignissen vom 31. Oktober haben Behörden für weitere Termine deutlich mehr Grundlage.
Zahlt die Versicherung bei Plünderung?
Das hängt von der Police ab. Schäden durch innere Unruhen, auch Plünderungen, sind oft nur über einen Zusatzbaustein versichert. Kosten für vorbeugende Barrikaden tragen Händler meist selbst. Betroffene sollten den Schaden sofort melden und dokumentieren.
Herzlich,
Euer Dennis Weidner
Hinweis: Beim Schreiben dieses Beitrags haben mich KI-Werkzeuge unterstützt, einzelne Bilder sind mit KI bearbeitet. Für Inhalt und Aussagen stehe ich mit meinem Namen.





